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Bach
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Stadtführungen

Rundgang durch die Altstadt

Der Stadtrundgang beginnt am Rathaus.

 

Das jetzige Rathaus ist, wie alle Häuser im Marktbereich und den angrenzenden Straßen, nach einem Großbrand im Jahre 1808 erbaut worden. Vordem stand hier ein prächtiges Renaissancerathaus aus dem Jahre 1546 mit Ziergiebeln, Erker, Glockentürmen und einer Freitreppe zum Marktplatz. Von diesem Vorgängerbau ist nur der Gewölbekeller erhalten. An der Südwestecke des Rathauses steht der „Eiserne Michael", eine „Nagelfigur" wie sie im 1. Weltkrieg weit verbreitet waren in Deutschland. Heute existieren nur noch wenige von diesen alten Monumenten.

 

Der Weg zum Schloss Ehrenstein führt vorbei am Kirchplatz mit dem ältesten Brunnen der Stadt, dem Kirchgässerbrunnen und dem im Jahr 1999 wieder erbauten Turm der St. Michaeliskirche. Mit seiner Gesamthöhe von 54 Metern überragt er alle anderen Gebäude der Stadt und prägt ganz wesentlich die Stadtsilhouette. Die Aussichtsplattform in 29 m Höhe bietet genau wie der Schlossturm einen eindrucksvollen Überblick über die Stadt und das nahe Umland bis zum Nordrand des Thüringer Waldes. Mit der Wiedererrichtung des Turmes wurde auch eine Begegnungsstätte geschaffen, die an Bonifatius, den Apostel der Deutschen, und Johann Christoph Bach, den Stammvater der großen Ohrdrufer Bachfamilie, die einst in Ohrdruf eben an dieser Stelle wirkten, erinnert.

 

Weiter geht es in östliche Richtung, vorbei am Michaelisbrunnen über die Ohra zum Schloss Ehrenstein. Das Schloss, einst Stammsitz der Grafen von Gleichen, wurde 1550 auf den Restmauern des ehemaligen Petristiftes errichtet. Der vierflügelige Renaissancebau umschließt einen großen hellen Hof. Die Fassade ist mit zahlreichen Ziergiebeln, einem italienischen Treppenerker und kunstreichen Toreinfahrten geschmückt.

 

Die ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Stadtmauer sowie die „Drei Teiche" als Rest der alten Grabenanlage im Norden, sowie das Jugendzentrum Netzwerk und das „Alte Amtsgericht" im Süden bilden einen imposanten Rahmen für das Ohrdrufer Schloss.

 

Die steinerne Gewölbebrücke in der Goethestraße, 1563 erstmals erwähnt, wurde wahrscheinlich mit dem Bau des Ohrdrufer Schlosses als erste feste Verbindung zwischen den beiden Stadtteilen errichtet. So war die Goethestraße ehemals „Langgasse" als Verbindung zwischen Schloss und dem auf dem linken Ohraufer befindlichen Rathaus und dem Markt ursprünglich eine der wichtigsten Straßen der Stadt. Vorbei am Bonifatiusplatz und an der Johann-Sebastian-Bach-Straße erreichen wir den Schusterbrunnen im Schnittpunkt von Goethestraße, Marktplatz und Marktstraße. Die meist zwei- und dreistöckigen Bürgerhäuser in der Marktstraße und am Marktplatz wurden in den vergangenen Jahren nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten saniert und bieten einen harmonischen Gesamteindruck.

 

Die Marktstraße wurde ursprünglich durch das Waldtor begrenzt und abgeschlossen. Hier verlassen wir den alten Stadtkern und erreichen parallel zur Stadtmauer über die Lindenaustraße, die sich an ihrem westlichen Ende in einen für die Stadt typischen dreieckigen Platz ausweitet, die „Heuwaage".

Durch den Stadtpark mit seinem wertvollen alten Laubbaumbestand erreichen wir die Bahnhofsstraße und gelangen von hier an der Stelle, wo ehemals das Totentor die Stadt in westlicher Richtung begrenzte, wieder in den historischen Stadtkern.

Der Marktplatz, nach fränkischem Vorbild ebenfalls dreieckig angelegt, bietet dem Auge nach jeder Richtung geschlossene zusammenhängende Straßenzüge.

Der über 400-Jahre alte Engelsbrunnen mit der Sandsteinfigur des Erzengels Michael komplettiert das historische Gesamtensemble.

Stadtverwaltung

Marktplatz 1, 99885 Ohrdruf

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